Tipps für einen Den Haag-Besuch

Tourist Tram

Nach San Francisco, Melbourne und Lissabon hat nun auch Den Haag eine eigene Touristen-Straßenbahn, die Tourist Tram. Die historische Straßenbahn fährt im Hop-on-hop-off-Verfahren insgesamt 16 verschiedene Haltestellen an, bei denen man aus- und auch wieder zusteigen kann. Sie führt vom Zentrum (Einstieg bei der Grote Kerk) über den Friedenspalast und das Gemeentemuseum zum Strand von Scheveningen. Zwischen 9. Juli und 25. September, von 9.30 bis 17.30 Uhr, fährt die Tram jeden Samstag und Sonntag alle 30 Minuten ihre Tour durch die Stadt. In der Tram ist eine Audiotour mit Infos zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten in acht Sprachen verfügbar. Kosten: 14 Euro pro Tag für Erw., Kinder bis 12 Jahre kosten 5 Euro. So kann man bequem zum Strand fahren, dort den Tag verbringen und sich abends von der Tourist Tram wieder zurück ins Zentrum bringen lassen.

Foto: Maurice Haak

Öffentlicher Nahverkehr

Lola Den Haag

Die holländischen Städte sind nicht sehr autofreundlich. Parkplätze gibt es selten, Parkhäuser sind teuer und oft voll und die Strafen fürs Falschparken unverschämt hoch (ab ca. 50 Euro). Wer sich den Ärger sparen möchte, kommt mit dem Zug und nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel in Den Haag. Das Netz an Bussen, Straßenbahnen und Metros ist außerordentlich gut ausgebaut, und man kommt schnell überall hin. Außerdem verleihen viele Hotels auch Fahrräder. Tipp: Eine OV-Chipkaart kaufen und diese aufladen. Man muss zwar etwas investieren (7,50 Euro für die Karte) und ein Guthaben hochladen, dafür kann man aber mit jedem Bus und jeder Straßenbahn in ganz Holland fahren. Einfach die OV-Chipkaart an den Automaten im Bus halten (beim Ein- und Aussteigen), und der Fahrpreis wird abgebucht. Die Karte kann man natürlich auch bei späteren Holland-Aufenthalten noch nutzen. Die OV-Chipkaart gibt es an den Bahnhöfen, beim Touristenbüro am Spui, in den Albert Heijn-Supermärkten und am Grote Markt. 

Museumkaart

Ich bin ein großer Museumsfan, und Den Haag einiges zu bieten: Das Mauritshuis und das Gemeentemuseum gehören zu den bekanntesten und besten Museen Hollands. Außerdem sollte man das Museum Mesdag besuchen - oder auch mal das Museum Beelden aan Zee, das in den Dünen von Scheveningen liegt und Skulpturen zeigt. Praktisch: der Erwerb der Museumkaart. Sie kostet 50 Euro und ist ein Jahr gültig. Wenn man bedenkt, dass ein Besuch des Gemeentemuseums schon mit 14,50 Euro zu Buche schlägt, dann hat man das Geld für die Museumkaart schnell wieder draußen. Die Museumkaart gibt es in den Museen ganz unkompliziert am Schalter zu kaufen. In Den Haag kann man mit der Museumkaart folgende Museen umsonst besuchen: Gemeentemuseum und das daneben liegende Museum für moderne Kunst GEM und das Kindermuseum Museon (ebenfalls daneben), Panorama Mesdag, Museum Beelden aan Zee, Haags Historisch Museum, Gefängnismuseum und noch einige mehr.

Einkaufen

Was Lebensmittel betrifft: Große Unterschiede zu Deutschland gibt es nicht. Wir selbst kaufen meist bei Albert Heijn. Dort gibt es hochwertige Lebensmittel, die Preise liegen etwas höher als in Deutschland. Allerdings hat Albert Heijn sehr viele frische Fertigprodukte und praktische Verpflegung für unterwegs, zum Beispiel in mundgerechte Stücke geschnittene Goudawürfel, Ananasstücke, Karotten. Bezahlt wird in den holländischen Geschäften meist mit EC-Karte, auch kleine Beträge. Es gibt sogar Geschäfte, die kein Bargeld mehr annehmen. Was sollte man sich nicht entgehen lassen und nach Hause mitnehmen? Natürlich Käse, Jenever von Van Kleef, asiatische Lebensmittel (günstig zu kaufen in Chinatown) und Tulpen (die halten sich auch ohne Wasser ganz gut auf der Fahrt zurück nach Deutschland).